Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Der Umgang mit Psychopharmaka involviert längst nicht mehr nur Fachärzte der Psychiatrie. Akute sowie chronische psychiatrische Symptome und Störungen treten in allen erdenklichen medizinischen Kontexten auf. Dementsprechend gewinnt deren interdisziplinäre Behandlung nach evidenzbasierten Kriterien, aber auch auf Basis von Expertenempfehlungen und -erfahrungen zunehmend an Bedeutung.

Das diesjährige Hauptthema des Interdisziplinären Herbstsymposiums für Psychopharmakologie, das am 28. September 2019 im Radisson Blu Park Royal Palace Hotel in Wien stattfindet, lautet „Psychopharmaka und andere Fachgebiete“.

Dabei thematisieren wir diesmal die Volkskrankheit Herz-Kreislauf-Störung und beleuchten den Unterschied zwischen Burnout und Depression genauer. Doch nicht nur diese weit verbreiteten Krankheiten und Störungen werden berücksichtigt, auch zu scheinbar vergessenen Erkrankungen wie Bewegungsstörungen und Spätdyskinesien tragen wir Ihnen neue Erkenntnisse vor.
Darüber hinaus wird thematisiert, inwieweit psychische und Suchtstörungen eine Komorbidität sind. Auch bleibt weiterhin ein brisantes Thema ob Depot-Antipsychotika der neuen Generation Auswirkungen auf internistische Parameter haben.

Das Thema Sex ist zeitlos und wir beschäftigen uns mit dem Ausmaß des Zusammenhangs sexueller Nebenwirkungen und Non-Compliance bei Depression.

Nicht nur eine medizinische auch eine gesellschaftsrelevante Problematik ist, inwieweit die Verkehrssicherheit durch Psychopharmaka beeinträchtigt werden kann.

Heuer beleuchten wir erstmals die Wechselwirkung zwischen dem künstlerischen Medium Musik als therapeutische Beziehung von seelischen und sozialen Störungen in Kombination mit Psychopharmaka.

Das heurige Programm umfasst eine breite Palette von Vorträgen und wir freuen uns auf Ihr kommen und auf einen interessanten Erfahrungsaustausch!

Prim. Dr. Christa Rados                                Prim. Dr. Andreas Walter